Risikomanagement

Die allgemeine Formel beim Wetten ist ganz einfach: Es geht darum, seine Verluste so gering wie möglich zu halten und keinesfalls zu versuchen, überhaupt keine Verluste zu machen. Man muss also mit Verlusten rechnen. Auf der anderen Seite gilt es, die Gewinne auf keinen Fall einem zu großen Risiko auszusetzen. Noch bevor man den ersten Cent bei Sportwetten eingesetzt hat, sollte man verstanden haben, dass es niemals um den absoluten ultimativen Gewinn gehen darf. Wer auf den großen Fang aus ist, sollte es vielleicht eher mit Lottospielen versuchen.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Der Grund dafür ist, dass man ansonsten Gefahr läuft, sich selbst einem zu großen psychischen Druck auszusetzen. Mit jedem Verlust würde man ein Stück tiefer abrutschen und womöglich in eine Art Schockstarre verfallen, bei der man am Ende vielleicht sogar Beträge einsetzt, die man ursprünglich eigentlich gar nicht für seine Wetten vorgesehen hatte. Es empfiehlt sich, auch bei Sportwetten eine Grundhaltung einzunehmen, wie man sie beispielsweise von den cleveren Investoren an der Börse erwarten würde. Wer hingegen Sportwetten als reines Glücksspiel betrachtet, kann das sicher tun, allerdings ist das keine smarte Herangehensweise.

Wetten wie die Börsianer

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass man seine größeren Gewinne an der Börse eher als Investor auf lange Sicht macht. Beim ständigen Rein und Raus der Daytrader befindet man sich hingegen in einem Wettstreit mit den programmierten Tradingbots – mit ungleichen Chancen.

Im Vergleich zu den Sportwetten ist es also besser, seine Gewinne langsam und stetig zu akkumulieren, anstelle zu versuchen, den dicken Fisch mit einem Mal an Land zu holen. Die Devise lautet also: Das Risiko so gering halten wie möglich, die Einsätze von vornherein genau kalkulieren und ebenso zu wissen, an welchem Punkt man sein Limit erreicht hat. Man verliert also genau das, was man sich erlaubt hat, und wenn man gewinnt, darf einen der Gewinn auch nicht leichtsinnig werden lassen. Die Beherrschung der Gefühle hat Priorität.